Manfred Schluder

Pionier der linsenfreien Fotografie im Gailtal

"Meine Fotografien sind nicht unbedingt dem Trend unterworfen.
Jedes meiner Fotos wächst aus einem Seherlebnis zum Bild.
Ich möchte mit meiner Fotografie keine Scheinwelt festhalten, sondern die Realität in ihrer unerschöpflichen Vielfalt widerspiegeln."
"Manfred Schluder, gebürtiger Rattendorfer, machte sich in den letzen Jahren vor allem als Kulturmanager weit über unser Land hinaus einen Namen. Bekannt wurder er vor allem als Organisator des GailtalArt Symposiums.
Unschwer ist erkennbar, wie sehr sein Herz der Fotografie gehört. Sein Fachwissen auf diesem Gebiet, die Einfühlsamkeit, die aus seinen Arbeiten erkennbar wird, und seine Vielseitigkeit sind wirklich einzigartig, seine Kamerasammlung beachtenswert. Jahrelang gab er sein Know-How in vielerlei Projekten an die heimische Jugend weiter. Aus seiner Hand stammen auch sehr ansprechende Kalender und Fotobücher" (Gia Simetzberger, im Februar 2010)


Mehr als nur ein Augenblick

Manfred Schluder beschäftigt sich seit längerer Zeit mit dem Thema der Lochkamera. Diese Form der Fotografie stellt für ihn die ursprünglichste Form dieses Mediums dar. Die künstlerische Arbeit beginnt bereits mit der Auswahl des Objekts, welches in eine "Kamera" umfunktioniert wird. Damit wird das Unmögliche möglich: ohne Linse, ohne technischem oder elektronischem Schnickschnack entstehen Abbilder der Umgebung, die sich aber von dem, was wir von der Fotografie gewohnt sind, abheben.
Mit dieser Methode erstellte Manfred Schluder mit einer ehemaligen Farbtonne ein fotografisches Bild im Format 90 x 110 cm vom Rathausplatz in Hermagor. Hierbei gelang ihm ein Blickwinkel von 180°, was mit einer normalen Kamera nicht möglich ist. Über einige Minuten wird durch ein winziges Loch das Fotopapier belichtet.

Fotografie mit einer Lochkamera ist eine uralte Art der fotografischen Darstellung und wurde schon lange vor der Fotografie erfunden. Bereits vor mehr als 2000 Jahren diente die Lochkamera chinesischen und griechischen Gelehrten beim Studium des Lichts und seiner Gesetzmäßigkeiten. Ende des 16. Jahrhunderts prägte Johannes Kepler den Begriff der "camera obscura".

Das älteste überlieferte Foto der camera obscura gelang 1824 dem Franzosen Niepce, der eine Asphaltplatte belichtete. In unserer Zeit geriet die Lochkamera weitgehend in Vergessenheit, erlebt jedoch vor allem in der Kunst eine Renaissance.



    Ausstellungen:

  • Zeitschatten von K. Neubauer Schloss Möderndorf
  • Gegenstand von Peter Denk, Rathaus Hermagor
  • Bilder von Zeiten (1994), Dorf Bilder (1996) und Gezeiten (1998), Gemeindehaus Rattendorf

    Gemeinschaftsausstellungen:

  • In Schloss Manndorf (1996)
  • Udine (1997)
  • Schaufenstergalerie Hermagor (1997)
  • "Heimatbilder" in Schloss Möderndorf und Villach (1999)
  • Gemeindehaus Rattendorf ,Dorf (er) leben"2002"

    Fotoworkshops:

  • In Weyer, Hüttenberg, Rattendorf und Hermagor mit der IBF Gruppe VS Hermagor Mai 2000
  • "Fotografie", Lochkamera 2001, Fotoprojekt K3
  • (Lomografie) 2002,
  • Borg Hermagor Fotoprojekt "Licht - Schatten" Mai 2001,
  • Borg Hermagor Fotoprojekt "Lochkamera" Bau und Ausarbeitung Mai 2002
  • "Portraits" Oktober 2002, Borg 7A Hermagor

    Künstlersymposien:

  • "Zeit-los-Zeit" August 2001, Juli 2002 Schloss Möderndorf
  • "GailtalArt" August 2003 - 2010 in Rattendorf

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